16
Nov
2009

Beijing

Ich habe jetzt noch (genau!) zwei Stunden, ehe mein Zug von Beijing nach Shanghai losfaehrt und da wir eh nur noch auf die Abfahrt warten, nutzte ich die Gelegenheit um von Beijing zu berichten.
Ich werde NIE wieder im November nach Beijing fahren. Es ist so wahnsinnig kalt hier. Das Thermometer zeigt zwar um die null an, aber es weht ein eisig kalter Wind und nachts faellt die Temperatur auf -10 Grad. Das erlebe ich ja ab und zu auch im deutschen Winter, jedoch habe ich zuhause ordentliche Winterklamotten und ich verbringe nicht die Zeit fast ausschliesslich draussen...
Ansonsten ist neben mir ja auch Obama im Moment zu Besuch in Beijing und der Wetteraenderungsdienst hat fuer einen klaren, stahlend blauen Himmel und Sonnenschein gesorgt ;-)
Wenn ich vom staendigen Gebibber absehe, habe ich aber eine gute Zeit in Beijing gehabt. Ich habe mich mit David, den ich aus Shanghai kenne, hier getroffen und er hat zwei Bekannte mitgebracht, so dass wir hier zu viert sightseen.
Freitag sind wir am und im Vogelnest gewesen. Das Gelaende dort ist so riesig...und abends waren wir fuer 2 Euro (lol) lecker Hot Pot (Fondue) essen.
Samstag haben wir die klassischen Beijing-Sehenswuedigkeiten besucht, wie die verbotene Stadt und Himmelstempel "abgewickelt". Die Orte waren zwar schon sehr schoen und eindrucksvoll, aber trotz Winter, Nebensaison und Kaelte sooo ueberlaufen...
Abends bin ich Chris, Chris und Felix und ein paar andere Kommilitonen, die hier an der Tsingua Universitaet studieren besucht. Mein Timing ist sehr schlecht, da sie Anfang dieser Woche Klausuren schreiben, aber fuer ein Abendessen, eine Wohnheimsbesichtigung und ein paar Stunden erzaehlen haben sie trotzdem Zeit gehabt. Die Zimmer waren schoener, als ich sie mir vorgestellt habe, sie sind dort als Auslaender sehr priviligiert gestellt (kein Vierbettzimmer wie bei die meisten chinesischen Studenten) und ihnen gefaellt es sehr gut!
Sonntag war unser Beijing Highlight: die chinesische Mauer! Wir sind um halb 6 aufgestanden (um uns dann erstmal zu verfahren...) und dann mit Bus und Privattaxi zur Mauer. Die Mauer verlaeuft durch ein Gebirge noerdlich von Beijing und zwar so zickzackfoermig mitten ueber die Berggipfel. Der Ort, den wir uns ausgesucht hatten war relativ abgelegen und es gab (zu dieser Jahreszeit) fast keine Touristen. Wir mussten uns die Mauer also praktisch nur mit den (vielen!) Souvenirverkaeufern (obwohl es ja kaum Touristen gab), die uns hin und wieder begegneten, teilen und sind stolze 10km bis zum naechsten Ort gewandert. Es ging rauf und runter, die Stufen (wenn sie denn da waren und nicht nur abschuessiger Weg) waren kniehoch, die Haelfte der Mauer war restauriert und die Haelfte zwar recht gut begehbar aber denoch etwas zerfallen. Die Landschaft drum herum waren braungraugruene karge Berge mit etwas Schnee und einfach atemberaubend. Diese imposante Mauer so lange und intensiv zu begehen war eins meiner besten China-Erlebnisse!
Danach waren wir ziemlich muede und haben abends nicht mehr viel gemacht.
Heute waren wir dann noch im Sommerpalast. Ist im Sommer sicher richtig schoen, im Winter aber etwas kalt. Dort ist eine riesige Parklandschaft mit Seen und alten chinesischen Pavillions und Tempeln. Besonders beeindruckend ist von dort aus der Blick auf die entfernte Skyline Beijings.
Und heute gab es auch endlich die beruehmte Peking Ente zum Abendessen, das sind Entenfleischstueke mit Sojasausse und etwas zwiebelaehnlichem in duennen Pfannkuchen, zusammen mit in Sojasausse gekochten Eisbergsalat^^
So, wir brechen jetzt auf nach Shanghai. Dort hole ich meinen Koffer ab und morgen abend gehts endlich wieder ins Warme nach DUBAI!!!

13
Nov
2009

Pingyao

Gestern war ich in Pingyao. Ich bin morgens mit dem Nachtzug angekommen und habe meinen grossen Rucksack bei einer Gepaeckaufbewahrungsstelle abgegeben. Danach musste ich erstmal ein Ticket fuer meine Weiterfahrt nach Beijing am selben Abend organisieren. Ich habe grosses Glueck gehabt, dass hinter mir in der Schlange ein aelterer Mann stand, der Englisch (und auch Franzoesisch) sprach und dem ich erklaeren konnte, was fuer ein Ticket ich haben will. Er hat es dann bei der chinesischen Verkaeuferin gekauft (zum Glueck war es noch nicht ausverkauft, Tickets kann man hier naemlich (meistens?) nur am Abfahrtsort kaufen). Ist schon sehr cool, dass ich hier auch ohne Chinesisch zu sprechen so einfach durch komme :-)
Pingyao selbst hat mir sehr gut gefallen. Die Altstadt ist etwa 2 qkm gross und besteht aus ein- und zweistoeckigen alten traditionell chinesischen Haeusern, die von einer Stadtmauer umgeben sind. Frueher war es wichtiger Banken- und Handelsort, ist dann aber relativ schnell in die Bedeutungslosigkeit abgeglitten, weshalb die alten praechtigen Hauser nicht modernisiert wurden und bis heute erhalten sind. Es lag 20 cm hoher Schnee als ich ankam und das halbe Dorf (!) war damit beschaeftigt die Eisplatten von der Hauptstrasse zu kratzen. Nur wenige Touristen waren da, die die alten Hauser besichtigt haben. In einigen waren Museen und ein paar Tempel eingerichtet. Die Museen haben hauptsaechlich alte Vasen, Moebel und Buecher ausgestellt und waren nicht so spannend, wie die Gebaeude, in denen sie sich befanden. Ich habe Marion aus Lausanne morgens kennen gelernt und mit ihr den Tag verbracht. Wir sind stundenlang durch die Altstadt gebummelt und haben uns zwischendurch mit Tee aufgewaermt. Dann sind wir ein Stueck ueber die Stadtmauer gelaufen und haben den Klassen einer ganzen Schule dabei zugesehen, wie sie nachmittags die Nebenstrassen von Eis befreien mussten (undenkbar in Deutschland...)
Es war nach der boesen Erfahrung in Xian endlich wieder ein schoener Tag, wenn auch kalt, denn hier wird trotz Minusgraden kaum geheisst. Abends bin ich dann puenktlich (wie immer in China) mit dem Zug weiter nach Beijing und Marion ist nach Xian aufgebrochen...

11
Nov
2009

So viel Pech: Xian...

NNNEIIINN, schon wieder habe ich geschrieben und beim hochladen ist alles geloescht worden, arg...
Hier in Xian scheine ich echt kein Glueck zu haben. Das Wetter ist echt bescheiden, Schneeregen den ganzen Tag (und das so kurz nach den 30 Grad in Thailand...).
Gestern bin ich morgens, nachdem ich mir ein Zugticket gekauft hatte, in der beruechtigten Bahnhofsgegend (wusste ich da noch nicht) rumgelaufen. Auf einmal sehe ich, dass meine Tasche offen und mein Portemonnaie weg ist. Scheisse!! Ich hatte dort nicht nur 50 Euro in chin. RMB plus 20 Euro in Thai Baht drin, was hier in China viel Geld ist und worueber sich dieser verdammte Dieb sicher sehr gefreut hat, sonder auch meinen Personalausweis, meinen Studentenausweis (keine Rabatte mehr), das schone, nicht billige Lederportemonnaie selbst und am schlimmsten: meine Kreditkarte, mit der ich hier immer Geld abhebe...
Ich bin dann also zur Polizei und habe das angezeigt, die haben mich dann zu einer riesigen Behoerde in die Auslaenderabteilung (die Leute da haben kein Englisch gesprochen!)gebracht. Danach habe ich versucht mit meiner Bankkarte, die ich zum Glueck noch in meinem Rucksack hatte, Geld abzuheben, was dann am dritten Automaten ENDLICH geklappt hat. Sonst haette ich ein richtiges Problem gehabt und wahrscheinlich die Botschaft kontaktiert oder Geld fuer eine Fahrt nach Beijing zusammenkratzen muessen...
Das Portemonnaie selbst und die Sachen dadrin sind zwar ersatzbar, es ist aber trotzdem teuer, tut weh und hat mir die Tage hier vermiesst...wahnsinn, wie schnell das ging und dass ich das nicht gemerkt habe, mein Geld trage ich jetzt immer an meinem Koerper!
Ansonsten ist Xian eine typisch chinesische (aber schoene) Stadt. Es gibt ein paar grosse Pagoden, eine Stadtmauer und einen chinesisch-muslimischen Fressmarkt.
Heute bin ich zur Terrakottaarme, dem Highlight Xians gefahren. Dort sind auf einem recht grossen Gelaende im Zuge einer Grabanlage aus dem 3. Jhd. v.Chr. jede Menge menschengrosse Krieger aus Terrakotta ausgegraben worden und unter der Erde werden noch viel mehr vermutet. Ist auf jeden Fall beeindruckend und sehenswert.
So, ich werde jetzt gleich diese Ungluecksstadt verlassen und mit dem Nachtzug weiterfahren. Morgen werde ich den Tag in Pingyao, einer laut beschreibung idyllischen, urchinesischen Stadt verbringen und erst morgen Abend weiter nach Beijing fahren.

Koh Tao und wieder nach China

Gestern habe ich hier schonmal recht viel geschrieben und als ich es hochladen wollte, war alles geloescht :-( war kein guter Tag gestern, aber erstmal zum Rest der Thailandrundreise:
Also, sooo schlimm wars nun auch wieder nicht, aber ich wuede es trotzdem nicht nochmal machen...
Donnerstags mittags sind wir weiter nach Koh Tao gefahren. Die zweistuendige Ueberfahrt war der reinste Wahnsinn! Es gab richtig hohe Wellen und der Catermaran hat so sehr geschaukelt, dass wirklich allen Passagieren schlecht geworden ist und die meisten sich uebergeben haben. Ich war leider eine der ersten, der es so ergangen ist; mir ist noch nie soooo schlecht gewesen! Ich habe mich dann, statt mir das Massengekotze anzuschauen, in eine Ecke verkrochen und ausgeharrt...
Als wir dann ENDLICH auf Koh Tao angekommen waren, haben wir eine wunderschoene Paradiesinsel vorgefunden. Die Insel ist fuer ihre Tachreviere bekannt und daher sehr touristisch, was ich aber nicht weiter schlimm fand...das Wetter dort war traumhaft und ich bin direkt ins Meer gesprungen :-)
Fuer den naechsten Tag waere eigentlich eine Schnorchelbootsfahrt rund um die Insel geplant gewesen, die aufgrund der hohen Wellen aber abgesagt wurde, was mir mehr als recht war...
Den ersten Abend musste ich alleine losziehen, weil meine "Freunde" von der organisierten Rundreise allesammt von der Ueberfahrt und vom vorherigen Abend muede waren und schon um 10 schlafen gegangen sind. War aber nicht schlimm, denn ich habe im Nu ein paar Kanadier kennengelernt. Wir haben in einer Bar am Strand gesessen und bei Live-Musik den Feuerspielen der Einheimischen zugesehen. Mit den Kanadiern bin ich dann auch am naechsten Tag ueber die Insel zu ein paar menschenleeren Traumstraenden mit weissem Sand, Palmen und den typischen runden Felsen (wie in "The Beach") :-) gefahren.
Nachdem ich mir samstags vormittags eine Oelmassage gegoennt hatte, gings mittags dann auch schon wieder weiter in Richtung Bangkok. Wir mussten dank der Wahnsinns-GAP-Organisation erstmal 3h auf die Faehre warten (ueberraschenderweise ist mir diesmal dank genuegend Reisetabletten nicht schlecht geworden). Dann hatte sich auch noch unser Anschlusszug verspaetet und wir sind schliesslich mit 8(!) h Verspaetung Sonntags nachmittags in Bangkok angekommen. Fuer den beruehmten Weekendmarket und zum Duschen hatte ich dann keine Zeit mehr, aber ich habe es immerhin noch geschafft eine Stunde in meiner Lieblingseinkaufsstrasse (echt schoene Sachen zu super guenstigen Preisen) zu bummeln, bis es dann zum Flughafen ging.
Sonntags nachts bin ich dann wieder in China angekommen, genauer in Shenzhen, einer 12 Mio. Einwohnermetropole an der Grenze zu Hong Kong. Dort habe ich uebernachtet und bin am naechsten Morgen frueh nach Guangzhou (ehemals Kanton) gefahren (dort war ich auch schon auf meiner Reise nach Hong Kong). Ich hatte noch etwas Zeit mir die Stadt anzusehen. Es gab ein ganzes Stadtviertel in dem chinesische Apothekenartikel (?) verkauft werden, also getrocknete Seepferdchen, Wurzeln, Haeute, Fasern....bis auf die Seepferdchen wusste ich bei keiner Sache, was es ist...Ausserdem gabs einen kleinen Park mit ganz vielen Leuten, die zusammen gesungen haben und eine Flussuferpromenade. Insgesamt aber nicht sooo spannend.
Nachmittags ging dann mein Flug nach Xian. Bin bis dahin sehr beeindruckt gewesen, dass es alle Airportshuttlebusse und Zuege so gegeben hat, wie ich es mir rausgesucht habe und alles reibungslos geklappt hat, auch ohne GAP-Adventures ;-)

5
Nov
2009

Bloede organisierte Reise

Eins ist mir in den letzten Tagen klar geworden: ich werde NIEMALS wieder organisiert verreisen!!
Von der Tour bin ich sehr enttaeuscht. Sie war vor allem fuer asiatische Verhaeltnisse teuer und dafuer kriegen wir ziemlich schaebbige Unterkuenfte mit Ameisenstrassen quer durchs Bad (und das nicht nur im Regenwald, sondern auch in Bangkok), nicht vorhandenen Duschen, so dass das Bad danach total nass ist, und das ganze ist dann auch noch echt weit draussen und abgelegen...der Transport von Ort zu Ort ist auch nicht der Hit. Gestern sind wir auf einem Pick Up, auf den hinten zwei Baenke geschweisst (sicher selbst konstruiert...)waren, ueber 2 h ueber die Autobahn gefahren. Hab mich total unsicher gefuehlt, es war kalt, da es geregnet hat, und mein ganzes Gepaeck inkl. Reisefuehrer ist nass geworden. Hab mich beim Reiseleiter (der hier nur das noetigste macht) darueber beschwert, aber der Typ hat nichts dazu gesagt. In der Reisebeschreibung stand auch, dass fuer die Reise einfache Unterkuenfte gebucht sind und ich komme ganz gut damit klar, aber bei dem Preis haette ich schon wesentlich mehr erwartet...
Die Leute hier sind im Prinzip ganz nett, es sind fast nur Englaenderinnen in meinem Alter, zwei Englaender und eine Schweizerin, mit der ich mich ganz gut verstehe und das Zimmer teile. Die Englaender sprechen natuerlich untereinander recht schnell, was schwer zu verstehen ist, und die meisten waren vorher schon eine Woche unterwegs und kenne sich bereits ganz gut und verreisen teilweise ueber Monate mit GAP-Adventures durch die Welt. Wir muessen andauernd Gruppenfotos fuer jeden machen, was auf Dauer echt nervt...naja, ist halt echt nicht mein Ding hier... ich habe schon soooo viele Leute hier getroffen, die alleine auf eigene Faust reisen, die sehr sympathisch waren und denen ich mich haette anschliessen koennen :-(
Nun zu den High Lights der letzten Tage: in Bangkok waren wir shoppen(sehr coole sachen und billig!) und buddhistische Tempel Sight Seen, was sich sehr gelohnt hat. Danach waren wir im Regenwald, dort sind wir einen Fluss mit Reifen runter (sehr cool!) und am naechtsten Tag war hauptsaechlich ich im angrenzenden Nationalpark wandern (die anderen wollten nicht, da sie letzte Woche bereits waren und es angefangen hat zu regnen...) Gestern sind wir dann rueber nach Koh Samui gefahren. Leider gab es ein Unwetter, es hat den ganzen Morgen geregnet und nachmittags wars immer noch windig und der Strand war unter der aufgewuehlten See verschwunden. Ich bin nur kurz im Wasser gewesen. Abends sind wir hier feiern gegangen. Wir haben uns eine Ladyboyshow angesehen!! War mit Tanz und Playback, sehr gut gemacht! Danach waren einige bereits sooo nervig "schein-"betrunken, dass ich mich abgesetzt habe und total schnell ein paar Leute aus Deutschland und Italien kennengelernt habe...ich versuche hiert doch das beste aus der Zeit zu machen ;-)
So, meine Internetzeit ist jetzt zuende und ich werde nochmal ins Meer springen ;-)
Gaaaanz viele Gruesse!!

31
Okt
2009

Bangkok

Vorgestern abend bin ich in Bangkok angekommen. Der Flug mit Air Asia fuer 35 Euro lief wider meinen Erwartungen reibungslos ab.
Abends bin ich dann noch etwas durch die Gegend gelaufen.
Bangkok sieht nicht soooo viel anders wie Shanghai aus. Ich habe mich hier schon mit einigen anderen Bagpackern unterhalten. Die meisten sind gerade angekommen und beklagen sich ueber das Verkehrschaos, die schlechte Luft, der Gestank auf den Strassen und den schlechten Service selbst in gehobeneren Restaurants (Gerichte werden zu verschiedenen Zeiten gebracht und getrennte Rechnungen sind eine echte Herrausforderung fuer die Kellner) Mir ist das gar nicht mehr aufgefallen...
Die Bausubstanz ist etwas aelter und niedriger, es gibt statt Chinesen Thai und hier sind soooo viele Touristen aus allen moeglichen Laendern. Es ist mit ueber 30 Grad sehr waermer hier und das Preisniveau ist in Bangkok noch niedriger als in China :-)
Ich hatte ja fuer abends nicht wirklich etwas geplant, also habe ich spontan die Thaimassage ausprobiert. Fuer 4 Euro hat die Masseurin dort eine Stunde lang alle moeglichen Muskeln durchgeknetet und gedehnt. Teilweise hat es etwas weh getan und gezogen, dafuer habe ich mich danach aber richtig gut gefuehlt.
Nach der Massage bin ich weitergelaufen und im Rotlichtbezirk ausgekommen. In Bangkok sind fast 20% aller Frauen Prostituierte und versorgen die westlichen Touristen, die einheimische Bevoelkerung und vor allem die Bewohner der benachbarten muslimischen Nachbarlaender. Entsprechend gross war dort das Angebot. Hier in Bangkok sieht man nicht nur viele alte Westler haendchenhaltend mit einem jungen verstoerten Thaimaedchen, sondern im Gegensatz zu China auch viele mit einem Thaijungen...armselig, diese Thai tun mir Leid...
Gestern habe ich direkt meinen ersten Ausflug hier in Thailand gemacht. Ich bin mit dem Zug ins 80 km entfernte Ayutthaya gefahren. Das Zugticket hat mich dritter Klasse gerade mal 35 Cent pro Fahrt gekostet. Die Wagen waren fuer den Preis OK. Auf der Hinfahrt hat der Zug dann aber einfach mal eine ganze Stunde in einem Bahnhof gehalten. Als ich gefragt habe, warum es nicht weiter geht, hiess es, dass das der Arme-Leute-Zug ist, in dem man mit sowas rechnen muss...
Als ich dann nach ueber 3 h endlich angekommen bin, habe ich mir ein Fahrrad ausgeliehen und bin durch den Ort geradelt. Es war nett mal einen thailaendischen, nicht von Touristen ueberlaufenen Ort zu sehen und ueberall verstraeut gab es Ruinen der alten Koenigsstadt...
So, ich werde jetzt noch etwas durch Bangkok touren! Ich vermisse euch!

29
Okt
2009

Las Vegas

Bei Tag ist Macau ja nicht so spannen, aber bei Nacht: wooooow
Die Kasinos hier, und das sind jede Menge, sind alle in den schrillsten Farben beleuchtet. Wahnsinn!
Das Venetian gestern war auch einfach nur krass. Ich bin noch nie in einem Kasino gewesen und gehe dann direkt in das groesste der Welt. Da war eine riiiieeesige Halle voller Kartentische und Spielautomaten. Ich bin eine Weile dadurch gelaufen, habe direkt die Orientierung verloren und mich verlaufen. An viele Tischen sassen ueberwiegend Chinesen und haben gezockt. Und vor manchen Automaten auch. Nicht wenige hingen total armselig davor und waren gerade zu besessen von dem Spiel...war sehr interessant die teilweise echt schrillen, dekadenten und leider auch armseligen Leute dort zu beobachten! Es gab viele chinesische Paerchen und Paerchengruppen allen Alters und Maennergruppen aller Nationalitaeten.
Dann bin ich weiter und ueber eine gewundene Rolltreppe eine Etage hoeher gefahren. Dort war eine Luxusshoppingmall der gleichen Groesse mit dem Thema Venedig. Die Fassaden der Geschaefte waren detaillverliebt venedigmaessig gestaltet, es gab einen wie echt wirkenden, ausgeleuchteten Himmel, einen Marcusplatz und als Highlight quer durch die Shoppingmall einen mit Wasser gefuellten Kanal, auf dem sogar Gondeln mit Passagieren fuhren....
Als ich dann nach 2,5h 20 HK$ (1,70 Euro) verspielt und endlich den Ausgang wieder gefunden hatte, habe ich mit den kostenlosen Shuttlebussen Kasinohopping gemacht und mir noch ein paar andere Kasinos angesehen. Die waren zwar nicht so gross, wie das Venetian, aber boten ein aehnliches Bild. Hier gibt es auch noch ein paar Bauprojekte mit noch groesseren Hotels und Kasinos. Ich glaube in wenigen Jahren wird Macau Las Vegas ueberfleugeln...

28
Okt
2009

Hong Kong II und Macau

Erstmal kann ich berichten, dass ich sehr gut auf mich aufpasse und hier alles glatt laeuft. Ist zwar auf Dauer etwas langweilig alleine unterwegs zu sein, aber da ich die Tage hier gut gefuellt habe, geht es. Mittlerweile habe ich einen sehr angenehmen Tagesrythmus: morgens sightseen, nachmittags Strand und abends bummeln, shoppen und die Vorzuege der Grossstadt geniessen.
Gestern morgen war ich auf Victoria Peak. Das ist ein Berg am Rande von Hong Kong von dem man (wenn es nicht so nebelig gewesen waere) eine wahnsinnige Aussicht ueber die Stadt hat. Eine alte Standseilbahn ist dort gradewegs eine beeindruckend steile Strecke hoch gefahren. Oben angekommen habe ich bei Bubba Gump Shrimps einen Cocktail getrunken (zum essen war es mir noch zu frueh). Das ist ein Themenrestaurant mit Aussicht zum Film Forrest Gump, sehr cool gemacht!
Nachmittags bin ich mit der Faehre nach Lamma gefahren, eine kleine Insel vor Hong Kong. Da es dort ein Kraftwerk mit grossen Schornsteinen gibt, ist diese Insel bei Touristen nicht so beliebt. Denkt man sich dieses aber weg (war nicht so schwer) dann ist es dort total schoen, dorflich, gruen und idylisch gewesen, halt nicht so ueberlaufen. Idealerweise ist das Wetter hier mit 27 Grad immer noch angenehm warm :-)
Heute morgen bin ich dann mit der Faehre rueber nach Macau (chinesisch: Macao) gefahren. Mittags habe ich mir hier die Hauptattraktion, den historischen, portugisischen Stadtkern angesehen. War, wenn man schon mal in Suedeuropa war, nicht so der Hammer und ausserdem (trotz Wochentag) sehr von Chinesen ueberlaufen. Nachmittags gings dann wieder zum Strand, den ich fast fuer mich alleine hatte :-)
Gleich werde ich mich hier mal in einem von den riesigen Casinos umsehen, die es hier gibt. Es sieht fast so aus wie in Las Vegas, die Casinos sind sogar gleich gebaut! Zum Beispiel gibt es das Venetian, vor dem die Altstadt von Venedig nachgebildet ist und sogar richtige Gondeln rumfahren. Ist das groesste Casino der Welt. Gleich eine Ecke weiter von meinem Hostel gibt es einen Platz (der Busbahnhof), der ausschliesslich von Casinotuermen und Prachtbauten umgeben ist. Einen Strassenzug weiter sind ausschliesslich Schmuckgeschaefte, die recht gut mit chinesischer Kundschaft gefuellt sind...

26
Okt
2009

Hong Kong

Die letzen Tage in Shanghai waren, wie ich es schon angekuendigt hatte, sehr gefuellt. Nach den ganzen Wochen kenne ich dort jetzt einige Leute, mit denen ich recht viel unterwegs gewesen bin. Dazu kamen noch Reisevorbereitungen und mein Besuch. Chris & Chris sind von donnerstags bis samstags abends da gewesen, haben sich Shanghai angesehen und sind "steil gegangen". Wenn ich nicht arbeiten musste, bin ich mit gegangen. Ich habe sehr viel Spass mit den beiden gehabt und es war interessant zu hoeren, welche Erfahrungen sie in China und vor allem an der Uni in Beijing bis jetzt gemacht haben. Sie scheinen dort sehr viel zu tun zu haben...
Sonntags frueh bin ich dann nach Guangzhou (ehemals Kanton) geflogen, dort mit dem Bus in die Stadt und weiter mit dem Zug nach Hong Kong. Am Bahnhof in Guangzhou wollte mir ein Chinese ein wahrscheinlich nicht ganz legal erworbenes IPhone aufdringlichst verkaufen. Ich hab mal aus Interesse gefragt, was er dafuer haben will. Er hat dann bei 100 Euro angefangen und war ganz schnell bei 30, als ich meinte, dass ich es nicht wollte. Das ganze hat sowas von gestunken und ich bin den Typen erst losgeworden, als ich meinte, dass ich die Polizei rufen wuerde...
Die Zugfahrt nach Guangzhou war gut. Zum einen war es guenstiger so nach Hong Kong zu reisen und ich habe ausserdem noch etwas von der suedchinesischen (sub-)tropischen Landschaft gesehen. Die Einreise nach Hong Kong war, obwohl es zur VR China gehoert, eine hochoffizielle Ausreise mit Passstempel etc. Auch die Grenze ist wie eine unueberwindbare Staatsgrenze bewacht.
Hong Kong als Stadt ist sehr interessant und kann sich im punkto Coolness durchaus mit Shanghai messen.
In Hong Kong gibt es auch wahnsinnig viele Hochhaeuser und Wolkenkratzer. Im Gegensatz zu Shanghai sind diese noch hoeher, enger gebaut und teilweise von nur engen zweispuriegen Strassen umgeben. Ausserdem hoeren sie irgendwann auf und dann kommt keine Vorstadt, wie man es erwarten wuerde, sondern Wald und Huegel!
Hier gibt es auch nicht so viele Menschen wie in Shanghai. Ich bin in der Metro schon negativ aufgefallen, weil ich mit mittlerweile angewoehnt habe in den Zug reinzudraengeln, bevor die Leute ausgestiegen sind, und auf den freien Sitzplatz zu sprinten. Das ist hier gar nicht noetig, also werde ich es mir wieder abgewoehnen...
Alles ist hier internationaler und weniger chinesisch. Zwar gibt es ueberwiegend Chinesen, die weniger schlitzaeugrig sind als in Shanghai, aber es gibt auch Gruppen von Indern, Afrikanern, Arabern und jede Menge Laowais.
Gestern nachmittag/abend bin ich dann mal zur Stadtmitte gefahren. Dort gibt es eine Meeresenge, auf der einen Seite liegt Kowloon (Festland) und auf der anderen Seite Honk Kong Island und ueberall sind beleuchtete Wolkenkratzer und eine Promenade...man kann mit der Faehre rueber nach Hong Kong Island fahren. Dort habe ich den Escalator Walk gemacht: ca. 1,5 km mit Rolltreppen auf den Berg in der Mitte der Insel hochgefahren und dann zu Fuss wieder runter. Es gab dort ein trendiges Barviertel, Maerkte und jede Menge Hochhaeuser.
Heute bin ich dann nach so viel Grossstadt ins Gruene, naemlich nach Lantau, gefahren. Man ist innerhalb von einer halben Stunde von Hong Kong Mitte aus im Gruenen!
Auf Lantau steht der groesste im Freihen stehende Buddha der Welt und es gibt ein grosses buddhistisches Kloster. Danach bin ich in einem Dorf mit mehreren Tempeln und Haeusern auf Pfaehlen gewesen. Ich habe eine kurze Bootsfahrt dort gemacht und Delphine gesehen!!
Alle Orte waren ziemlich ueberlaufen.
Den Nachmittag habe ich am Strand verbracht, bis ich dann mit der Faehre zurueck nach Hong Kong gefahren bin.
Ueber meine Unterkunft habe ich nch nichts geschrieben:
Also, ich wohne sehr zentral in Monkok, dem Shopping und Markt District und vor allem abends erleuchten die Reklamatafeln hier alles taghell und es ist die Hoelle los. Reizueberflutung pur^^
Ich wohne in einem Einzelzimmer im Hostel und typisch fuer Hong Kong ist dieser Raum fensterlos und keine 4 qm gross. Das Badezimmer ist entsprechend eine 1qm Nasszelle. Zum Glueck verbringe ich ja nicht so viel Zeit hier...
So, ich werde jetzt mal den Computer freigeben muessen. Ich hoffe , ich habe nicht zu viele Schreibfehler gemacht...
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