11
Nov
2009

So viel Pech: Xian...

NNNEIIINN, schon wieder habe ich geschrieben und beim hochladen ist alles geloescht worden, arg...
Hier in Xian scheine ich echt kein Glueck zu haben. Das Wetter ist echt bescheiden, Schneeregen den ganzen Tag (und das so kurz nach den 30 Grad in Thailand...).
Gestern bin ich morgens, nachdem ich mir ein Zugticket gekauft hatte, in der beruechtigten Bahnhofsgegend (wusste ich da noch nicht) rumgelaufen. Auf einmal sehe ich, dass meine Tasche offen und mein Portemonnaie weg ist. Scheisse!! Ich hatte dort nicht nur 50 Euro in chin. RMB plus 20 Euro in Thai Baht drin, was hier in China viel Geld ist und worueber sich dieser verdammte Dieb sicher sehr gefreut hat, sonder auch meinen Personalausweis, meinen Studentenausweis (keine Rabatte mehr), das schone, nicht billige Lederportemonnaie selbst und am schlimmsten: meine Kreditkarte, mit der ich hier immer Geld abhebe...
Ich bin dann also zur Polizei und habe das angezeigt, die haben mich dann zu einer riesigen Behoerde in die Auslaenderabteilung (die Leute da haben kein Englisch gesprochen!)gebracht. Danach habe ich versucht mit meiner Bankkarte, die ich zum Glueck noch in meinem Rucksack hatte, Geld abzuheben, was dann am dritten Automaten ENDLICH geklappt hat. Sonst haette ich ein richtiges Problem gehabt und wahrscheinlich die Botschaft kontaktiert oder Geld fuer eine Fahrt nach Beijing zusammenkratzen muessen...
Das Portemonnaie selbst und die Sachen dadrin sind zwar ersatzbar, es ist aber trotzdem teuer, tut weh und hat mir die Tage hier vermiesst...wahnsinn, wie schnell das ging und dass ich das nicht gemerkt habe, mein Geld trage ich jetzt immer an meinem Koerper!
Ansonsten ist Xian eine typisch chinesische (aber schoene) Stadt. Es gibt ein paar grosse Pagoden, eine Stadtmauer und einen chinesisch-muslimischen Fressmarkt.
Heute bin ich zur Terrakottaarme, dem Highlight Xians gefahren. Dort sind auf einem recht grossen Gelaende im Zuge einer Grabanlage aus dem 3. Jhd. v.Chr. jede Menge menschengrosse Krieger aus Terrakotta ausgegraben worden und unter der Erde werden noch viel mehr vermutet. Ist auf jeden Fall beeindruckend und sehenswert.
So, ich werde jetzt gleich diese Ungluecksstadt verlassen und mit dem Nachtzug weiterfahren. Morgen werde ich den Tag in Pingyao, einer laut beschreibung idyllischen, urchinesischen Stadt verbringen und erst morgen Abend weiter nach Beijing fahren.

Koh Tao und wieder nach China

Gestern habe ich hier schonmal recht viel geschrieben und als ich es hochladen wollte, war alles geloescht :-( war kein guter Tag gestern, aber erstmal zum Rest der Thailandrundreise:
Also, sooo schlimm wars nun auch wieder nicht, aber ich wuede es trotzdem nicht nochmal machen...
Donnerstags mittags sind wir weiter nach Koh Tao gefahren. Die zweistuendige Ueberfahrt war der reinste Wahnsinn! Es gab richtig hohe Wellen und der Catermaran hat so sehr geschaukelt, dass wirklich allen Passagieren schlecht geworden ist und die meisten sich uebergeben haben. Ich war leider eine der ersten, der es so ergangen ist; mir ist noch nie soooo schlecht gewesen! Ich habe mich dann, statt mir das Massengekotze anzuschauen, in eine Ecke verkrochen und ausgeharrt...
Als wir dann ENDLICH auf Koh Tao angekommen waren, haben wir eine wunderschoene Paradiesinsel vorgefunden. Die Insel ist fuer ihre Tachreviere bekannt und daher sehr touristisch, was ich aber nicht weiter schlimm fand...das Wetter dort war traumhaft und ich bin direkt ins Meer gesprungen :-)
Fuer den naechsten Tag waere eigentlich eine Schnorchelbootsfahrt rund um die Insel geplant gewesen, die aufgrund der hohen Wellen aber abgesagt wurde, was mir mehr als recht war...
Den ersten Abend musste ich alleine losziehen, weil meine "Freunde" von der organisierten Rundreise allesammt von der Ueberfahrt und vom vorherigen Abend muede waren und schon um 10 schlafen gegangen sind. War aber nicht schlimm, denn ich habe im Nu ein paar Kanadier kennengelernt. Wir haben in einer Bar am Strand gesessen und bei Live-Musik den Feuerspielen der Einheimischen zugesehen. Mit den Kanadiern bin ich dann auch am naechsten Tag ueber die Insel zu ein paar menschenleeren Traumstraenden mit weissem Sand, Palmen und den typischen runden Felsen (wie in "The Beach") :-) gefahren.
Nachdem ich mir samstags vormittags eine Oelmassage gegoennt hatte, gings mittags dann auch schon wieder weiter in Richtung Bangkok. Wir mussten dank der Wahnsinns-GAP-Organisation erstmal 3h auf die Faehre warten (ueberraschenderweise ist mir diesmal dank genuegend Reisetabletten nicht schlecht geworden). Dann hatte sich auch noch unser Anschlusszug verspaetet und wir sind schliesslich mit 8(!) h Verspaetung Sonntags nachmittags in Bangkok angekommen. Fuer den beruehmten Weekendmarket und zum Duschen hatte ich dann keine Zeit mehr, aber ich habe es immerhin noch geschafft eine Stunde in meiner Lieblingseinkaufsstrasse (echt schoene Sachen zu super guenstigen Preisen) zu bummeln, bis es dann zum Flughafen ging.
Sonntags nachts bin ich dann wieder in China angekommen, genauer in Shenzhen, einer 12 Mio. Einwohnermetropole an der Grenze zu Hong Kong. Dort habe ich uebernachtet und bin am naechsten Morgen frueh nach Guangzhou (ehemals Kanton) gefahren (dort war ich auch schon auf meiner Reise nach Hong Kong). Ich hatte noch etwas Zeit mir die Stadt anzusehen. Es gab ein ganzes Stadtviertel in dem chinesische Apothekenartikel (?) verkauft werden, also getrocknete Seepferdchen, Wurzeln, Haeute, Fasern....bis auf die Seepferdchen wusste ich bei keiner Sache, was es ist...Ausserdem gabs einen kleinen Park mit ganz vielen Leuten, die zusammen gesungen haben und eine Flussuferpromenade. Insgesamt aber nicht sooo spannend.
Nachmittags ging dann mein Flug nach Xian. Bin bis dahin sehr beeindruckt gewesen, dass es alle Airportshuttlebusse und Zuege so gegeben hat, wie ich es mir rausgesucht habe und alles reibungslos geklappt hat, auch ohne GAP-Adventures ;-)
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