Die Shanghaier Innenstadt
So, jetzt schaffe ich es endlich mal von meinem Wochenende zu berichten. Bin die letzten Tage etwas erkältet gewesen, wahrscheinlich von den auf eiskalt gedrehten Klimaanlagen, die hier omnipräsent sind. Dann hatte ich auch noch meine ersten Praktikumstage, was auch sehr anstrengend war...jetzt aber erstmal zum Wochenende:
Samstag Abend habe ich mich mit ein paar Studenten getroffen. Diese stammen aus Hamburg, machen hier ganz in der Nähe ein Auslandsemester und ich habe sie im Supermarkt vor dem Stifteregal kennengelernt (mit Europäern, die man im Supermarkt trifft, kommt man nämlich schnell ins Gespräch...). Wir sind mit der Metro zusammen in Richtung "Innenstadt" gefahren, in ein zentral gelegenes Viertel, von dem wir gehört haben, dass es dort viele Bars und Kneipen gibt. Umso größer war die Überraschung, als wir aus dem Bahnhof kamen: es sah aus wie in der holländischen Kleinstadt Sittard! Überall waren kleine zweistöckige Häuschen nach europäischer Bauweise mit großen Fenstern und die Straßen waren eng und kaum befahren. Alle Schilder waren in lateinischer Schrift und es gab kleine Schokoladen-, Klamotten- und Möbelgeschäfte. Das mitten in der 19-Millionen-Metropole Shanghai!!
Dort sind wir erstmal schick essen gegangen (zu Pontstraßenpreisen ;-)). Danach waren wir in einem Pub voller Engländer im mittleren Alter. Gegen 12 haben wir uns wieder in Richtung Metro aufgemacht und sind dabei an zahlreichen Lebensmittel- und Obstläden vorbeigekommen. Die waren noch immer geöffnet. Die Besitzer saßen vor ihrem Laden in Liegestühlen und hatten Mühe die Augen auf zu halten oder schliefen bereits. Ich habe auch keine Kunden gesehen...
Sonntag Nachmittag habe ich mich dann endlich mit Patricia getroffen. Sie macht auch ein Praktikum in Shanghai (am anderen Ende...) und wir schreiben uns schon seit einigen Wochen. Haben uns zuerst das Wahrzeichen Shanghais angesehen, den Oriental Pearl Tower. Das ist ein Fernsehturm, der aus der Skyline Shanghais herrausragt und durch seine Bauweise aus riesigen lila Kugeln besonders auffällt. Dort sind wir erstmal wie Popstars von und mit den vielen asiatischen Touristen fotografiert worden...wir waren zwar nicht die einzigen Europäer dort, aber die bestaussehensten ;-)
Dann sind wir zur Uferpromenade des Huangpu-Flusses, der durch Shanghai fließt. Dort hatte man einen weiten Blick auf riesige Skyline, jedoch auch auf zahlreiche Frachtbinnenschiffe, die, wie an einer Perlenkette aufgereiht, den Huangpu befuhren. Haben dann über ne Stunde nach dem Eingang eines Tunnels zur anderen Seite gesucht, was letztlich an der ausschließlich chinesischen Beschriftung und den mangenlden Englischkenntnissen der Passanten gescheitert ist, also sind wir schließlich mit der Metro rüber.
Sind dann zur Nanjing Dong Lu, der berühmten Glitzer-Einkaufsstraße. Entlang einer breiten Fußgängerzone, in deren Mitte für Fußfaule eine Bimmelbahn fährt, sind dort sämtliche westliche Modelabels vertreten. Wir sind in einen Laden mit riesiger Tempelfassade und traditionell chinesischer Einrichtung rein, da dieser spannend aussah. Und in der Tat gab es dort seltsam aussehende Dinge (wir haben auf Pflanzensamen, Pflanzenzweige, getrocknete Pilze und Seepferdchen, gehäutete und gekreuzigte Eidechsen...getippt) in großen Gläsern zu saftigen Preisen zu kaufen. Der Laden war voller deutscher Touristen, die über die Gläserinhalte rätselten und Fotos von den getrockneten Seepferdchen schossen. Sehr paradox....
Wieder auf der Nanjing Dong Lu sind wir in eine enge Seitengasse hinein gegangen und keine 50m entfernt von der westlichen Konsumglitzerwelt waren wir auf einmal in einem einfachen, alten Shanghaier Stadtviertel, in dem einfache Leute auf dem Bürgersteig saßen und vor sich ausgebreites Obst, Gemüse, Fisch und lebende Krebse anboten. Es war einfach nur krass wie eng hier Welten beieinander liegen...
Das waren die Höhepunkte unserer ersten Sightseen-Tour. So, es ist schon spät und ich muss morgen wieder früh raus. Demnächst werde ich mehr über mein Praktikum berichten...Ich vermisse euch!!!
Samstag Abend habe ich mich mit ein paar Studenten getroffen. Diese stammen aus Hamburg, machen hier ganz in der Nähe ein Auslandsemester und ich habe sie im Supermarkt vor dem Stifteregal kennengelernt (mit Europäern, die man im Supermarkt trifft, kommt man nämlich schnell ins Gespräch...). Wir sind mit der Metro zusammen in Richtung "Innenstadt" gefahren, in ein zentral gelegenes Viertel, von dem wir gehört haben, dass es dort viele Bars und Kneipen gibt. Umso größer war die Überraschung, als wir aus dem Bahnhof kamen: es sah aus wie in der holländischen Kleinstadt Sittard! Überall waren kleine zweistöckige Häuschen nach europäischer Bauweise mit großen Fenstern und die Straßen waren eng und kaum befahren. Alle Schilder waren in lateinischer Schrift und es gab kleine Schokoladen-, Klamotten- und Möbelgeschäfte. Das mitten in der 19-Millionen-Metropole Shanghai!!
Dort sind wir erstmal schick essen gegangen (zu Pontstraßenpreisen ;-)). Danach waren wir in einem Pub voller Engländer im mittleren Alter. Gegen 12 haben wir uns wieder in Richtung Metro aufgemacht und sind dabei an zahlreichen Lebensmittel- und Obstläden vorbeigekommen. Die waren noch immer geöffnet. Die Besitzer saßen vor ihrem Laden in Liegestühlen und hatten Mühe die Augen auf zu halten oder schliefen bereits. Ich habe auch keine Kunden gesehen...
Sonntag Nachmittag habe ich mich dann endlich mit Patricia getroffen. Sie macht auch ein Praktikum in Shanghai (am anderen Ende...) und wir schreiben uns schon seit einigen Wochen. Haben uns zuerst das Wahrzeichen Shanghais angesehen, den Oriental Pearl Tower. Das ist ein Fernsehturm, der aus der Skyline Shanghais herrausragt und durch seine Bauweise aus riesigen lila Kugeln besonders auffällt. Dort sind wir erstmal wie Popstars von und mit den vielen asiatischen Touristen fotografiert worden...wir waren zwar nicht die einzigen Europäer dort, aber die bestaussehensten ;-)
Dann sind wir zur Uferpromenade des Huangpu-Flusses, der durch Shanghai fließt. Dort hatte man einen weiten Blick auf riesige Skyline, jedoch auch auf zahlreiche Frachtbinnenschiffe, die, wie an einer Perlenkette aufgereiht, den Huangpu befuhren. Haben dann über ne Stunde nach dem Eingang eines Tunnels zur anderen Seite gesucht, was letztlich an der ausschließlich chinesischen Beschriftung und den mangenlden Englischkenntnissen der Passanten gescheitert ist, also sind wir schließlich mit der Metro rüber.
Sind dann zur Nanjing Dong Lu, der berühmten Glitzer-Einkaufsstraße. Entlang einer breiten Fußgängerzone, in deren Mitte für Fußfaule eine Bimmelbahn fährt, sind dort sämtliche westliche Modelabels vertreten. Wir sind in einen Laden mit riesiger Tempelfassade und traditionell chinesischer Einrichtung rein, da dieser spannend aussah. Und in der Tat gab es dort seltsam aussehende Dinge (wir haben auf Pflanzensamen, Pflanzenzweige, getrocknete Pilze und Seepferdchen, gehäutete und gekreuzigte Eidechsen...getippt) in großen Gläsern zu saftigen Preisen zu kaufen. Der Laden war voller deutscher Touristen, die über die Gläserinhalte rätselten und Fotos von den getrockneten Seepferdchen schossen. Sehr paradox....
Wieder auf der Nanjing Dong Lu sind wir in eine enge Seitengasse hinein gegangen und keine 50m entfernt von der westlichen Konsumglitzerwelt waren wir auf einmal in einem einfachen, alten Shanghaier Stadtviertel, in dem einfache Leute auf dem Bürgersteig saßen und vor sich ausgebreites Obst, Gemüse, Fisch und lebende Krebse anboten. Es war einfach nur krass wie eng hier Welten beieinander liegen...
Das waren die Höhepunkte unserer ersten Sightseen-Tour. So, es ist schon spät und ich muss morgen wieder früh raus. Demnächst werde ich mehr über mein Praktikum berichten...Ich vermisse euch!!!
laurainchina - 1. Sep, 16:55

Hallo Laura
Du hast ja schon jede Menge Eindrücke gesammelt und ich beneide Dich ein wenig. Ich habe übrigens immer im Hyatt, dem Wolkenkratzer neben dem Fernsehturm übernachtet. Der Tunnel ist zwischen dem Fernsehturm und dem Shangri La (irgendwie).
Mein Abenteuer habe ich gerade hinter mir: den Rheinsteig in 17 Tagen (340 km) mit dem Rucksack (bin ganz stolz auf mich).
Liebe Grüße von Berti und Alfred